Diese Frage wird uns oft gestellt, denn auch die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt das Braten mit Olivenöl. Allerdings wird diese Empfehlung fehlinterpretiert. Es sollte heißen: „Olivenöl eignet sich eher als andere Öle zum Braten.“ Generell ist kaum ein Pflanzenfett ein echtes Bratfett, denn es bilden sich ab etwa 130° so genannte Transfette. Transfette fördern nachweisbar die Bildung von LDL-Cholesterin im Blut und begünstigen so verstärkt koronare Herzkrankheiten. Viele Fachbegriffe. Kurz gesagt: Transfette haben eine gesundheitsschädliche Wirkung. Und trotzdem sind sie in sehr vielen, hauptsächlich industriell gefertigten, Lebensmitteln enthalten: Chips, Süßspeisen mit Glasur, süßen Cremes, Fertiggerichten, Margarine und so weiter. Die ersten Länder sind dazu übergegangen, Lebensmittel, die Transfette enthalten, ganz zu verbieten. In anderen Ländern sind sie zumindest kennzeichnungspflichtig. In Deutschland gibt es lediglich Auflagen, dass auf Babynahrung und diätetischen Lebensmitteln Hinweise enthalten sein sollten. Aber was hat das nun alles mit Eulivenöl zu tun?
Beim Braten werden Temperaturen von 250° und mehr erreicht. Viele Öle haben hier den Rauchpunkt schon lange erreicht. Wird dieser überschritten, bilden sich krebserregende Substanzen. Pflanzliche Öle qualmen bei diesen Temperaturen zwar nicht so stark. Allerdings eben nur die raffinierten, also industriell hergestellten.
Native Öle, die dem Namen nach ja naturbelassen sein sollten, können allein aufgrund ihrer Struktur nur bis etwa 150° erhitzt werden, bevor sie Rauch bilden. Das liegt am Gehalt bestimmter Fettsäuren die in der Natur eben vorkommen.
Eulivenöl ist 100% naturbelassen und gehört somit zu den Ölen, die sich zwar zum schonenden Kochen, nicht aber zum Braten eignen. Es wäre auch eine Verschwendung, denn der herrliche Geschmack entfaltet sich am besten auf Kaltspeisen wie Salate und Caprese, oder auch pur über dampfende Pasta, frischen Fisch und Gemüse.

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